24.02.2026 | Team OA Brandenburg

Takeaways aus dem aktuellen Open Access Monitoring für das Land Brandenburg

Vor einigen Tagen legte die Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg den aktuellen Bericht für das landesbezogene Open Access Monitoring vor. Er ist wie immer über Zenodo verfügbar – DOI: 10.5281/zenodo.18323267

Der Bericht analysiert das Open-Access-Aufkommen für das Jahr 2023, da dies vor dem Hintergrund der üblichen Datenvollständigkeit das aktuellste belastbar bewertbare Berichtsjahr ist. 

Die wichtigste Erkenntnis lautet, dass Brandenburg im Bereich Open Access stetige Fortschritte macht, was maßgeblich auch ein Ergebnis der wissenschaftspolitischen Schwerpunktsetzungen zu diesem Thema sein dürfte. 

Bei der Open-Access-Quote liegt Brandenburg deutlich, nämlich um sieben Prozentpunkte, über dem Bundesdurchschnitt. 

  • 62,8% OA-Anteil im Jahr 2023 (Bund: 55,8%)

  • +43,5 Prozentpunkte seit 2013

Grafik aus dem Bericht für das Open-Access-Monitoring im Land Brandenburg. Das Diagramm dokumentiert den Anstieg der Quote auf Jahresbasis zwischen 2013 und 2023.

Vier Trends prägen die Entwicklung von Open Access im Land:

  • die konsequenter Umsetzung der Open-Access-Strategie des Landes Brandenburg,
  • ein Bekenntnis zu Open Access sowie das ein damit verbundenes intensives Engagement der Hochschulen des Landes und ihrer Hochschulbibliotheken,
  • eine starke Vernetzung und Abstimmung der Einrichtungen,
  • eine systematische und transparente Dokumentation von Publikationen, Lizenzen und Kosten in Datenform.

Zugleich werden Herausforderungen und die Notwendigkeit eine differenzierten Betrachtung deutlich:

  • eine großer Teil des Wachstums basiert auf hybride Modellen und den durchaus umstrittenen Transformationsverträgen,

  • die Publikationskosten steigen insgesamt weiter und fordern die Finanzierungsmöglichkeiten der Einrichtungen heraus,

  • die Entwicklung von Open Access vollzieht sich in disziplinären und institutionellen Kontexten unterschiedlich.

Übergreifend lässt sich festhalten, dass Open Access im Land Brandenburg strukturell verankert ist und messbar Fortschritte macht. Das Open Access Monitoring der Vernetzungs- und Kompetenzstelle wird hier in den kommenden Schritten ansetzen und zugleich stärker auch qualitative Aspekte berücksichtigen, die eine bessere Einordnung der Daten sowie darauf aufbauend eine systematische Weiterentwicklung und fundierte Empfehlungen für den Ausbau von Open Access im Land ermöglicht. 

Zu den aktuellen Perspektivtrends für Open Access im Land Brandenburg zählen:

  • das Fördern nachhaltiger Finanzierungsmodelle,

  • die Stärkung von Diamond- und Green-Open Access als Ergänzung und Alternative zu kommerziellen Modellen,

  • die weiterlaufende strategische Steuerung der Open-Access-Transformation unter differenzierten Berücksichtigung der sich verändernden Rahmenbedingungen für die Einrichtungen sowie Open Access und Open Science generell. 

Weitere Informationen: Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg; AG Open Access Monitoring Brandenburg. (2026): Open Access Monitoring Brandenburg 2025. Zenodo. https://doi.org/10.5281/zenodo.18323267

 
[Hinweis: Der Beitrag wurde unter Verwendung von KI-Werkzeugen erstellt und im Nachgang redaktionell bearbeitet.]